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19. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer: 

«Ein wunderbares Geschenk an alle Deutschen»

09. Nov 2008 16:19
Die Gedenkstätte Bernauer Straße in Berlin
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Es war der wichtigste Schritt bei der Überwindung der deutschen Teilung: Der Fall der Mauer. Zum Jahrestag des Ereignisses erinnerte Berlins Ex-Bürgermeister Momper an die «wunderbare Ordnung» während der Wiedervereinigung.

Mit Gedenkveranstaltungen haben Politiker und Bürgerrechtler in Berlin am Sonntag an den Mauerfall vor 19 Jahren erinnert. Die Deutsche Einheit sei «ein wunderbares Geschenk an alle Deutschen» gewesen, sagte der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), an der Gedenkstätte Berliner Mauer. Anschließend zündeten die Teilnehmer im Gedenken an den Fall der Mauer am 9. November 1989 Kerzen an.

Der 9. November sei ein guter Tag, um an die friedliche Revolution aber auch an die Judenverfolgung durch die Nazis vor 70 Jahren zu erinnern, sagte Momper, der 1989 Regierender Bürgermeister Berlins war.

Mit der Einheit «lernten wir den aufrechten Gang, an dem es uns so oft gefehlt hat». Er fügte hinzu: «Die Bürger wollten sich nicht mehr dem Kuratel der Partei fügen. Dann sei es ganz unerwartet und schnell geschehen. «Die Teilung Deutschlands löste sich in wunderbarer Ordnung auf und das System DDR brach zusammen.»

Wann wird die Gedenkstätte fertig?

Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße soll bis zum Jahr 2011 mit Millionenaufwand erweitert werden. Entstehen soll eine Erinnerungslandschaft. Schon am Samstag waren in der Stasiopfer- Gedenkstätte in Hohenschönhausen vier Segmente der früheren DDR- Grenzanlagen aufgestellt worden. Sie sollen die Brutalität des SED- Regimes dokumentieren.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kritisierte unterdessen die schleppende öffentliche Diskussion über das künftige Einheits- und Freiheitsdenkmal. «Wir vergeben eine große Chance, über unsere Geschichte nachzudenken», sagte Vorstandsvorsitzender Rainer Eppelmann. Eine breite Debatte darüber könnte die innere Einheit der Deutschen befördern.

Der Bundestag hatte im November 2007 die Errichtung des Denkmals zur Erinnerung an die friedliche Revolution vom Herbst 1989 beschlossen, das zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2009 enthüllt werden sollte. Der Termin sei ohnehin nicht zu halten, sagte Eppelmann. Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte den Termin infrage gestellt. (dpa)

 
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