Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße soll bis zum Jahr 2011 mit Millionenaufwand erweitert werden. Entstehen soll eine Erinnerungslandschaft. Schon am Samstag waren in der Stasiopfer- Gedenkstätte in Hohenschönhausen vier Segmente der früheren DDR- Grenzanlagen aufgestellt worden. Sie sollen die Brutalität des SED- Regimes dokumentieren. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kritisierte unterdessen die schleppende öffentliche Diskussion über das künftige Einheits- und Freiheitsdenkmal. «Wir vergeben eine große Chance, über unsere Geschichte nachzudenken», sagte Vorstandsvorsitzender Rainer Eppelmann. Eine breite Debatte darüber könnte die innere Einheit der Deutschen befördern.
Der Bundestag hatte im November 2007 die Errichtung des Denkmals zur Erinnerung an die friedliche Revolution vom Herbst 1989 beschlossen, das zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2009 enthüllt werden sollte. Der Termin sei ohnehin nicht zu halten, sagte Eppelmann. Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte den Termin infrage gestellt. (dpa)