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Iraker Mädchen unter Verdacht: 

Teenagerin bringt Sprengstoffgürtel zur Polizei

25. Aug 2008 13:01
Eine Polizistin zeigt, wie man Frauen durchsucht
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Die Zahl der weiblichen Selbstmordattentäter im Irak steigt drastisch. Die US-Armee hat eine eigene Spezial-Einheit dagegen eingesetzt. Eine von Terroristen präparierte Minderjährige hat sich nun gestellt. Oder wurde sie gefasst?

Die irakische Polizei hat in einem öffentlichen Verhör ein 13-jähriges Mädchen den Medien präsentiert, das eine Sprengstoffweste getragen und einen Selbstmordanschlag geplant haben soll. Die Jugendliche wurde in einer Videoaufzeichnung gedrängt, ein Geständnis abzulegen. Sie wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie habe die Weste ausziehen wollen und nicht die Absicht gehabt, einen Selbstmordanschlag auszuführen.

Die Festnahme am Sonntagabend unterstrich die Sorgen über eine Zunahme weiblicher Selbstmordattentäter: Ihre Zahl hat sich von acht im Vorjahr auf 29 in diesem Jahr verdreifacht, wie US-Militärsprecher mitteilten. Allerdings gab es widersprüchliche Angaben über die Festnahme: Während US-Sprecher sagten, die 13-Jährige habe sich gestellt, erklärte die irakische Polizei, sie sei festgenommen worden, nachdem sie Verdacht erregt habe. Journalisten wurden zu ihrem Verhör eingeladen. Am Montag wurde ein Video verteilt, das die Festnahme dokumentieren soll.

Angehörige unter Verdacht

Das Mädchen sagte, dass sie Rania heiße und 1993 geboren worden sei. Unklar blieb, inwieweit ihre Aussagen unter dem Eindruck von Angst oder der Anwesenheit von Journalisten standen. Festgenommen wurde Rania am Sonntag in Bakuba, der Hauptstadt der Provinz Dijala, die immer noch als sehr gefährlich gilt. Ein irakischer Polizist sagte, ihre Familie sei als Unterstützerin der Al Qaeda im Irak bekannt. Ihr Vater habe einen Selbstmordanschlag verübt.

Ein Angehöriger stehe im Verdacht, die 13-jährige rekrutiert zu haben. Der Beamte sagte, das Mädchen habe die Polizisten zu der Stelle geführt, wo ihr der Sprengstoff übergeben worden sei. In der leeren Wohnung in der Umgebung Bakubas sei zudem eine zweite Sprengstoffweste gefunden worden. Die Mutter und eine Schwester seien ebenfalls verhaftet worden. Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe von Abu Ghraib wurden am Sonntag 25 Menschen getötet.

Nach Behördenangaben war ein Familienklan Ziel des Anschlags, der in Anhänger Al Kaidas im Irak und früheren Aufständischen, die nun die USA unterstützen, gespalten ist. Der Sprengsatz wurde auf einer Feier zur Heimkehr eines irakischen Gefangenen aus amerikanischer Militärhaft gezündet. 29 Menschen wurden verletzt. (AP)

 
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