Das Mädchen sagte, dass sie Rania heiße und 1993 geboren worden sei. Unklar blieb, inwieweit ihre Aussagen unter dem Eindruck von Angst oder der Anwesenheit von Journalisten standen. Festgenommen wurde Rania am Sonntag in Bakuba, der Hauptstadt der Provinz Dijala, die immer noch als sehr gefährlich gilt. Ein irakischer Polizist sagte, ihre Familie sei als Unterstützerin der Al Qaeda im Irak bekannt. Ihr Vater habe einen Selbstmordanschlag verübt. Ein Angehöriger stehe im Verdacht, die 13-jährige rekrutiert zu haben. Der Beamte sagte, das Mädchen habe die Polizisten zu der Stelle geführt, wo ihr der Sprengstoff übergeben worden sei. In der leeren Wohnung in der Umgebung Bakubas sei zudem eine zweite Sprengstoffweste gefunden worden. Die Mutter und eine Schwester seien ebenfalls verhaftet worden. Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe von Abu Ghraib wurden am Sonntag 25 Menschen getötet.
Nach Behördenangaben war ein Familienklan Ziel des Anschlags, der in Anhänger Al Kaidas im Irak und früheren Aufständischen, die nun die USA unterstützen, gespalten ist. Der Sprengsatz wurde auf einer Feier zur Heimkehr eines irakischen Gefangenen aus amerikanischer Militärhaft gezündet. 29 Menschen wurden verletzt. (AP)