22. Nov 2008 10:01
Die Schweizer Firma Day Software führt Daten aus unterschiedlichen Beständen zusammen, auch solche, die nicht strukturiert sind. Man spricht dabei von Repositories, die bald die bisherigen relationalen Datenbanken ersetzen sollen.
«Wir nutzen intern keine relationalen Datenbanken mehr», sagt David Nüscheler, Technikchef (CTO) bei der Schweizer Firma Day Software. Das von Day entwickelte «Content Repository» CRX erfasst Daten aller Art, strukturierte und unstrukturierte, und macht sie besonders einfach zugänglich. Dazu gehören Funktionen wie Volltextsuche, Prüfung der Zugangsberechtigung und Versionskontrolle.«Unsere Vision ist es, dass es mittelfristig eine Ablösung der relationalen Datenbanken geben wird», sagt Nüscheler, «vielleicht schon in zehn Jahren». Der Repository-Experte erwartet für seine Branche eine ähnliche Entwicklung, wie sie bei den relationalen Datenbanken stattfand: Erst gab es sehr viele Anbieter mit eigenen, «proprietären» Konzepten. Heute sind noch einige wenige Datenbanken relevant wie SQL Server (Microsoft), DB2 (IBM), Oracle Database (Oracle) oder das Open-Source-Projekt MySQL.
Bei den Repositories gibt es momentan noch rund 800 verschiedene Anbieter, nach Angaben Nüschelers aber nur ein paar Dutzend, die sich nach dem JCR-Standard des Open-Source-Projekts Apache richten. «Wir sind stark in der Open-Source-Welt verankert», erklärt Nüscheler. «Unser Chief Scientist Roy Fielding ist einer der Gründer der Apache Foundation.»