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CD-Tipp - Jane Monheit: 

Verführung mit sanfter Stimme

22. Nov 2008 08:13
Cover des neuen Albums von Jane Monheit
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Der 30. Geburtstag ist oft ein einschneidendes Datum. Bei Jazzsängerin Jane Monheit wirkte sich das bereits begangene Wiegenfest gar überaus positiv aus: Ihr neues Album überzeugt Jens Teschke durch Lässigkeit und Reife.

Schwierige Frage zu Beginn: Was haben Kermit der Frosch und Jane Monheit gemeinsam? Sowohl das Muppet-Amphib als auch die Jazzsängerin haben den Song «Rainbow Connection» gesungen. Kermit im großen Muppetfilm «The Muppet Movie» 1979 als erster, Monheit auf ihrem neuen Album «The Lovers, the Dreamers and me» fast 30 Jahre später.

Pop, Jazz, Brasil-Songs

Allerdings muss ehrlicherweise gesagt sein: Kermit war und ist bleibt der einzig wahre Interpret dieses Songs. Dennoch passt die Textzeile aus der «Rainbow Connection» von den «Lovers, Dreamers and Me» sehr gut als Titel zum neuen Monheit-Album.

Faible für brasilianische Songs: Jane Monheit
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Die 30-jährige hat sich wieder eine illustre Mischung aus Pop- und American-Songbook-Klassikern vorgenommen. Von Cole Porters «Get Out Of Town» über Fiona Apples «Slow like honey» bis hin zu Jimmy Dorseys «I’m Glad There Is You» reicht das Song-Spektrum. Ihre Vorliebe für brasilianische Musik zeigt sich in Ivan Lins’ «Acaso» («No Tomorrow») und dem spielerischen Gitarren-Samba «A primeira vez».

Glaubwürdigkeit durch dunkleres Timbre

Im Gegensatz zu manchen Vorgänger-Alben von Jane Monheit ist «The Lovers, Dreamers and Me» ein Album, nach dessen ersten Hören der klare Eindruck da ist, dass man da sehr viel Verschiedenes gehört hat. Monheits Stimme ist dunkler geworden, seit gut einem halben Jahr ist die Frau ihres langjährigen Schlagzeugers Rick Montalbano Mutter eines Sohns. Dieses sattere Timbre macht Monheit in vielen Songtexten glaubwürdiger.

Lässige und entspannte Performance
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Dazu kommen entspannte und raffinierte Arragements von Michael Kanan. Besonders gelungen: Der Cole Porter Standard «Get Out Of Town». Diese musikalilsche Trennungsaufforderung singt Monheit mit einer Mischung aus Beleidgtsein und gleichzeitiger Verführung. Auch «Slow like honey» lebt sehr von ihrer lässigen und völlig entspannten Performance.

Acht Jahre nach ihrem Debüt hat Jane Monheit nun eine Reife erreicht, die sie vollends in die Liga der großen Jazzsängerinnen aufsteigen lässt. Schon immer hatte sie eine unverwechselbare Stimme, jetzt aber hat diese Stimme auch noch Charakter bekommen - ohne zu klingen wie Kermit der Frosch.

Video mit Jane Monheit «Comecar de Novo»

 
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